Deutscher Marmor im Empire State Building

Das Empire State Building in New York dürfte jedem ein Begriff sein. Es galt lange Zeit als das höchste Gebäude der Welt, genauer gesagt bis 1972 und war zur Zeit seiner Erbauung eine wahre Sensation. Was kaum jemand weiß, ist dass in seinem prunkvollen Foyer Marmor aus Deutschland verwendet wurde.

An vielen prominenten Orten verbaut

Der gleiche Marmor wie im Empire State Building, dass von dem Architekten Trio Shreve, Lamb und Harrison entworfen wurde, findet sich auch in anderen berühmten Bauwerken weltweit. So kommt er in Indien in nichts geringerem als dem Palast des Maharadschas von Tagore zum Einsatz, in St. Petersburg wurde aus dem Gestein ein prachtvolles Bodenmosaik gebildet und auch im Kreml finden sich Zierelemente aus deutschem Marmor. Im Land wurde er im Marmorbad des barocken Weilburger Schlosses verbaut, der Würzburger Dom und der Berliner Dom besteht zu Teilen aus ihm und auch in der Klosterkirche Amorbach ist er zu sehen. Vielleicht ein Grund warum die Architekten diesen kostbaren Stein verbauen wollten, einfach weil er edel ist und natürlich von besonderer Schönheit.

Fast nicht mehr verfügbar

Wer heute mit dieser Marmorart bauen wollte, müsste dazu tief in die Tasche greifen und würde es wahrscheinlich selbst dann nicht hinbekommen, an dem einzigen noch existierenden Steinbruch weiter abzubauen. Denn inzwischen ist der rote Marmor in Villmar einzigartig auf der Welt und der Steinbruch zum Naturdenkmal erklärt worden. Bei einem Alter von rund 350 Millionen Jahren ein nachvollziehbarer Schritt der Landesregierung. Der Marmor, von dem hier die Rede ist, ist der sogenannte Lahn-Marmor- Er kommt nicht nur in rot, sondern auch in grau und schwarz sowie bunt-schillernd vor. Es gab etwa zwölf Steinbrüche, in denen er abgebaut wurde, doch diese sind heute von der Natur überwuchert. Diese Gesteinsart kam und kommt in dieser Art nur im Landkreis Limburg-Weilburg vor und trägt daher den Namen des dominierenden Flusses in dieser Gegend.

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