Gold und Goldhandel
Gold ist ein chemisches Element und Edelmetall. Der Begriff Gold leitet sich vom indogermanischen Wort für „glänzend“ oder „gelb“ ab und hat diesen namen wahrscheinlich aufgrund seines glänzenden gelben Aussehens erhalten. Seit vielen tausend Jahren wird Gold zur Herstellung von Schmuck und rituellen Gegenständen verwendet. Daneben findet es bereits seit dem sechsten Jahrhundert vor Chr. Als Zahlungsmittel in Form von Münzen verwendet. Es gehört demnach zu den Münzmetallen.
Goldhandel im Wandel der Zeit
Die Anfänge der Tradition des Goldhandels liegen weit in der Geschichte zurück. Erstmalig entdeckt wurde Gold im Altertum. Seit dem in vielen Kulturkreisen der Welt als Zahlungsmittel Verwendung gefunden hat, gilt Gold in vielen Gesellschaften als ein Symbol von großem Reichtum und einer hohen sozialen Stellung. So ist der Besitz von Gold in vielen Ländern ein Maßstab für den Reichtum einer Person. Im Gegensatz zu Papiergeld wird Gold als Devise in vielen Regionen höher geschätzt, da ihm mehr Sicherheit beigemessen wird. Bis in die heutige Zeit ist Gold noch ein wichtiges Material, mit dem Handel und Geschäfte betrieben werden.
Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich in Europa ein so genannter Goldstandart. Goldstandart bezeichnet des Grad der Deckung einer Währung durch Gold. Im Jahr 1717 verglich Sir Isaac Newton den Goldwert von Silbermünzen. Auf internationaler Basis etablierte sich der Goldstandart erst in 1870er Jahren. Industrieländer waren in der damaligen Zeit nicht besonders beliebt. Es begangen politische Bewegungen, die sich gegen den Goldstandart richteten und statt dessen die Durchsetzung von Papiergeld als Zahlungsmittel propagierten. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte der Goldstandart und der Goldverkauf eine ganze Reihe von Hochs und Tiefs. Mal wurde er vom internationalen Geldmarkt unterstützt und in anderen Zeiten hingegen abgelehnt.
Im 20. Jahrhundert waren die weltweiten Finanzmärkte sehr stark durch die beiden Weltkriege beeinflusst. Einen negativen Einfluss übte ebenfalls die Depression in den 30er Jahren aus. Im Jahr 1944 kam es zum Bretton Woods-Abkommen. Innerhalb dieses Beschlusses wurden Bedingungen eingeführt, die die Unternehmens- und Finanzbeziehungen zwischen verschiedenen Ländern regulieren sollten. Es wurde unterzeichnet, um den internationalen Devisenmarkt besser kontrollieren zu können. 1971 wurde es ungültig, da ab diesem Zeitpunkt die US-amerikanische Währung Dollar nicht mehr in Gold umgetauscht werden konnte.
In der heutigen Zeit hat sich das Bild erneut gewandelt. Heute wird Gold als eine ganz normale Währung angesehen, mit der gehandelt werden kann, wie mit jeder anderen Devise auch. Händler und Broker rund um den Globus können derzeit mit Gold handeln.